The Third Man - Kulturtouristik
Vor 80 Jahren war Wien eine zerstörte Stadt, viele Häuser waren nur mehr Trümmerhaufen, dem Stephansdom und der Staatsoper fehlte das Dach. Die Stadt war 10 Jahre lang (1945-1955) in vier Besatzungszonen aufgeteilt, um von einem Bezirk in den anderen zu gelangen, brauchte man einen Passierschein. In dieser Umgebung und unter diesen schwierigen Bedingungen drehte Carol Reed den legendären Film "The Third Man", der seit 1950 durchgehend im Wiener Burgkino gezeigt wird. Dass dabei sowohl der Regisseur als auch der Drehbuchautor (Graham Greene) für den britischen Geheimdienst MI6 tätig waren, ahnte von den Schauspielern wohl niemand. Reed und Greene nutzten die Dreharbeiten in der sowjetischen Zone, um Abhöreinrichtungen zu installieren und Personen herauszuschmuggeln. Die Kulturtouristik-Gruppe der 5HLA (Prof. Dünser/Prof. Sigmund) besuchte die Vorstellung im Burgkino und unternahm anschließend einen Rundgang zu mehreren Drehorten, um dort Filmszenen nachzustellen. Wo im Film Schuttberge zu sehen sind, stehen heute später errichtete Häuser. Wie man auf den Bildern sieht, hat die Gruppe dabei nicht nur viel gelernt, sondern auch Spaß gehabt.